krankenversicherung arbeitslos

In der heutigen Zeit kann man leider schnell arbeitslos werden. Viele fragen sich, ob man dann überhaupt noch krankenversichert ist. Oder aber was passiert, wenn man seinen Job kündigt?

Allgemein bekannt ist wohl, dass in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht besteht. Doch wie sieht die denn nun im Einzelnen aus?

Wird man arbeitslos und bezieht Arbeitslosengeld, bezahlt die zuständige Behörde auch die Beiträge an die Krankenkasse.

Anders sieht es aus, wenn man z. B. seinen Job kündigt. In diesem Fall kann eine Sperre vom Arbeitsamt verhängt werden und man bekommt kein Arbeitslosengeld. Sollte dies der Fall sein, wird der Staat auch nicht für die Krankenkassenbeiträge aufkommen. Die Betroffenen müssen sich in diesem Fall für die Zeit der Sperre selber krankenversichern und auch die Kosten hierzu tragen. Bedenken Sie jedoch, dass dieser Fall nur eintritt, wenn man keinen Anspruch auf Hartz 4 oder Arbeitslosengeld I hat.

Sollte bei Ihnen also der Fall eintreten, dass Sie die Beiträge der Krankenversicherung selber tragen müssen, kann man von monatlichen Kosten ausgehen, die bei ca. 120 Euro liegen, da die Krankenkasse ein Mindesteinkommen von ca. 800 Euro zugrunde legt. Sie müssen jedoch nicht befürchten, dass Sie schlechtere Leistungen erhalten, nur weil Sie einen Mindestbeitrag zahlen. Die Leistungen bei der Gesetzlichen Krankenkasse bleiben gleich.

Verzwickt wird es allerdings, wenn man in der Privaten Krankenkasse versichert war. Wenn man zuvor mindestens 5 Jahre seine Beiträge in die Private Krankenkasse gezahlt hat, kann man dort auch bleiben. In diesem Fall erhalten Sie Zuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit. Der Privatversicherte muss allerdings, da er nun versicherungspflichtig ist, einen Befreiungsantrag bei der Gesetzlichen Krankenkasse stellen und zwar binnen drei Monate. Nach Bestätigung des Antrages zahlt das Arbeitsamt die Kosten direkt an die Private Krankenversicherung, allerdings nur in Höhe der Kosten für eine Gesetzliche Krankenkasse. Der Restbetrag wird dem Arbeitslosen in Rechnung gestellt. Sie können allerdings auch zurück in die Gesetzliche Krankenkasse wechseln, dann würde das Arbeitsamt den kompletten Beitrag tragen.

Bei Ehepaaren ist das einfacher geregelt. Wird einer der Beiden arbeitslos, wechselt er in die sog. Familienversicherung des Partners und ist weiterhin krankenversichert. Das geht allerdings nicht in Lebensgemeinschaften.



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